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Borneo Tag 6 Kapit

Wo liegt Belaga?

Belaga ist die Hauptstadt des Distriktes Belaga, welcher zur Division Kapit in Sarawak, Malaysia gehört. Es liegt ca 4.5 Stunden Bootsfahrt nordöstlich von Kapit oder aber in ca 120 km Luftlinie von Kapit entfernt. Bis zum Meer bei Bintulu sind es ebenfalls gute 100 Kilometer. Belaga liegt somit mitten in Malaysia, wo es außer Natur, Regenwald und Einsamkeit weit und breit nicht viel mehr gibt, siehe einfach hier auf der Karte:

Wie kommt man von Kapit nach Belaga?

Der einfachste Weg von Kapit nach Belaga ist wieder mal mit dem Expressboot.

Unsere Nacht war kurz und gegen 5 Uhr war „Aufstehen!“ angesagt. Nach einem sehr kargen Frühstück (Tee mit Keksen) haben wir uns früh aus dem Langhaus verabschiedet und Bruwen hat uns wieder nach Kapit gefahren. Am Expressboot-Terminal haben wir uns sofort unsere Tickets nach Belaga besorgt und dann hatten wir noch Zeit bis zur Abfahrt. Also erstmal frühstücken :-). Während wir am Terminal auf unser Boot warteten, haben sich ein paar Leute die Zeit mit Rennbootfahren vertrieben.

Dann kam unser Boot und wir konnten einchecken. Und so ging es rund 4.5 Stunden den Fluss hinauf durch Stromschnellen und quer durch den Dschungel. Ab und an hielten wir dann wieder irgendwo an, um Waren auf oder abzuladen. Wir kamen dann gegen 17:00 Uhr in Belaga an. Dort konnten wir zwischen 3 verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten wählen und wählten das Beste der 3 Hotels: Hotel Sing Soon Huat, Das Hotelzimmer war schon ziemlich abgewohnt und es funktionierte fast nichts. Aber dafür war die Internetverbindung spitze und sowohl die Bettwäsche als auch die Handtücher waren sauber.  Lage des Hotels, siehe hier auf der Karte:

Normalerweise kommt nur eine Handvoll Touristen bis nach Belaga, da hatte es uns schon sehr verwundert, dass ein europäischer Gast kurz vor uns eingecheckt hatte: Pedro aus Spanien (https://pedro2.shutterfly.com/). Und das Besondere an Pedro war, er war mit dem Fahrrad unterwegs. Insgesamt 3 Monate quer durch Malaysia wollte er sich gönnen.

Borneo TAg 6 Pedros Fahrrad

Borneo Tag 6 Pedros Fahrrad

Was geht ab in Belaga?

Wir hatten uns mit Pedro zu 19:00 Uhr verabredet und wollten irgendwo was essen gehen. Das war leichter gesagt als getan, da um 19:00 Uhr fast überall die Bürgersteige hochgeklappt wurden und alle Restaurants geschlossen hatten. Nur am Pasar Malam Minggu Belaga (Sunday Night Market) hatte jemand noch gegrillt und so mussten wir nicht verhungern. Im Lai Lai Cafe um die Ecke konnten wir zusammen ein Bierchen trinken und dann ging es zurück zum Hotel. Es ist halt abends auch nix los in Belaga.

Alle Bilder Backpacking Borneo Tag 6

Fazit Tag 6 Backpacking Borneo

Die Bootsfahrt durch die Stromschnellen und dann quer durch den Dschungel ist schon ein einmaliges Erlebnis und total spannend. Der Abend mit Pedro war unterhaltsam und kurzweilig. So konnte es gerne weitergehen.

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Borneo Tag 05 Iban Kopfjaeger

Wer sind die Iban Krieger?

[pullquote]Haben Iban-Männer verschnörkelte Linien auf dem Handrücken, dann zeigt dies, dass sie schon einmal jemanden getötet und einen Kopf abgetrennt haben.[/pullquote]

Fast 30 % der Bevölkerung in Sawarak geht auf die Iban zurück (siehe https://theculturetrip.com/asia/malaysia/articles/the-history-of-borneos-headhunters/) . In der Iban-Kultur war die Kopfjagd weit verbreitet. Deshalb nennt man die Iban-Krieger auch Kopfjäger (Headhunter). Die Kopfjagd war bis ca. 1970 verbreitet und war ein Zeichen von Männlichkeit. Ein besonderes Prestige war es, einen Kindskopf mitzubringen, da dies zeigte, dass der Mann es in das Zentrum der Gegner geschafft hatte und dort ein Kind getötet hatte. Das ist für uns einfach unvorstellbar!

Heute ist die Kopfjagd verboten und wird nicht mehr praktiziert. Da die Iban als sehr gastfreundlich gelten, ist eine Übernachtung in einem Langhaus bei den Iban ein einmaliges Erlebnis. Meistens wird Reiswein mit ein paar Spezialitäten serviert und man kann uralten Tänzen beiwohnen.

Unser Besuch bei den Iban

In der Karakoke Bar Tags zuvor, hatten wir die Kontaktdaten von Bruwen erhalten. Bruwen ist in Kapit für die wirtschaftliche Zusammenarbeit und für den Tourismus zuständig. Wir waren zu 10:00 Uhr bei KFC verabredet. Alles passte und wir besprachen mit Bruwen unsere Wünsche: Wir wollten zu den Iban und den Langhäusern und hatten auch davon gehört, dass man dort ganz gut eine Nacht verbringen kann. Das alles war für Bruwen kein Problem. Er hatte sich spontan für uns Zeit genommen und schon fuhren wir los zum traditionellen Langhaus Rumah Jantok. Mit dem Auto waren es ca 40 Minuten Fahrt von Kapit und ging dann irgendwie ins Nirgendwo:

Hier konnten wir uns den vorderen Teil des Langhauses anschauen. Alle Langhäuser haben einen großen und langen Flur. Dieser dient als eine Art Gemeinschaftsraum. Dahinter sind dann die jeweiligen Familienzimmer angelegt. Im Flur hingen mehrere Totenschädel. Das war schon ziemlich gruselig. Im Langhaus lag auch noch ein Gästebuch, und wie wir sehen konnten, waren dieses Jahr erst 5 Eintragungen vor uns gemacht worden. Leider konnten wir uns den hinteren Teil des Langhauses nicht ansehen, da dieser noch komplett bewohnt war. Ich wollte gerne dahin gehen und fragen, ob ich dort Fotos machen darf, aber Bruwen hat das vehement abgelehnt, er hatte da regelrecht Angst bekommen. Sind vielleicht doch nicht so harmlos, die Iban-Krieger….

Danach ging es zu einem modernen Langhaus, welches aus Stein erbaut war. Nachdem der Preis verhandelt war und wir unsere Geschenke übergeben hatten, durften wir dort übernachten. Die Häuser waren mit Strom und allem Komfort wir Kühlschrank, Flat-Screen-TV, Laptop etc. ausgestattet. Wir hätten einen Tanz buchen können oder uns einmal in traditionelle Kleidung umziehen dürfen (gegen Aufpreis natürlich). Aber wir wollten keine „Zurschaustellung“, sondern gerne wissen, wie das Leben  authentisch abläuft. So  wurde dann am Abend gegrillt und unser Hausherr (der Chef des Langhauses) hat dann ein paar Flaschen Arak (selbst gebrannter Reisschnaps) serviert. In großer Runde wurde dann gegessen und getrunken. Der Abend war schnell zu Ende und unser Nachtlager war ein Matratzenlager im Wohnzimmer, wo wir zu dritt schliefen.

Alle Bilder Backpacking Borneo Tag 5

Fazit Tag 5 Backpacking Borneo

Auch unser fünfter Tag war spannend und anders als gedacht. Wir hatten uns die Nacht bei den Iban irgendwie anders vorgestellt, jedenfalls dachten wir zuerst, dass wir in einem traditionellen Holz-Langhaus übernachten könnten. So war das ein modernes Steinhaus mit allem drum und dran. Am meisten beeindruckt und bewegt waren wir jedoch von den Totenschädel, die zuhauf im Flur des alten Langhauses hingen. Die waren nämlich alle echt.

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Backpacking Borneo- Tag 04 Express Boat

Von Kuching nach Sibu

Mehrfach am Tag fliegt Air Asia für rund 20 EUR von Kuching nach Sibu. Wir wählten den Flug um 09:35 Uhr und so sind wir dann mit „Grab“ vom Hotel zum Flughafen gefahren und haben unser Gepäck eingecheckt. Dann war noch genügend Zeit für ein leckeres Frühstück mit sehr gutem Kaffee und schon konnte es weitergehen. Der Flug von Kuching nach Sibu dauerte nur 40 Minuten und schon waren wir in Sibu angekommen. Dort konnten wir mit „Grab“ direkt zum Schnellboot-Terminal fahren, wo wir 2 Tickets für das Schnellboot noch am selben Tag ergattern konnten. Es fahren nämlich nur 2 Boote am Tag von Sibu nach Kapit, einmal um 09:30 Uhr und einmal um 12:30 Uhr.

Hier kannst Du die Expressboot – Tickets kaufen: https://www.easybook.com/ferry/booking/terminalsibu-to-kapit

Lage des Expressboot-Terminals:

Von Sibu nach Kapit

[pullquote]Unbedingt an Verpflegung denken, gegenüber vom Bootsterminal kann man sehr gut Essen & Trinken zum Mitnehmen kaufen.[/pullquote] Bis jetzt hatte alles sehr gut geklappt und so konnten wir um 12:30 Uhr mit dem Schnellboot in Richtung Kapit aufbrechen. Es handelt sich bei den Schnellbooten um sehr gut ausgestattete Boote mit rund 1600 PS mit Platz für ca. 70 Personen. Zur Auswahl stehen verschiedene Klassen und da die Tickets nur ca. 7 USD kosteten, sind wir in 1. Klasse unterwegs gewesen. Im Innern des Bootes war es richtig kalt, da die Klimaanlage auf Volllast eingestellt war und wir gefühlte 15°C im Boot hatten (bei 34°C Aussentemperatur!). An der Wand hing ein großer Flatscreen, wo permanent Wrestling per DVD gezeigt wurde. Und dann ging es auch schon los und die Motoren fingen an mit sattem Sound zu dröhnen.

Die Fahrt nach Kapit war extrem kurzweilig und das Expressboot schafft fast an die 30 Knoten (55 km/h). Während wir den Fluss hinauf fuhren, konnten wir vieles während der Fahrt beobachten: Fischerboote, Langhäuser, andere Expressboote und ganz viel Natur. Wir haben mehrmals irgendwo im Nichts angehalten um Waren auf und abzuladen und dann ging es auch schon wieder weiter. Nach guten 4 Stunden kamen wir in Kapit an. Vorab hatte wir unser Hotel Meligai Kapit bei Booking.com gebucht und so gingen wir direkt zum Einchecken.

Unser Hotel: Hotel Meligai Kapit (Details zum Hotel siehe hier bei Booking.com: Hotel Meligai Kapit)

Alternative Hotelangebote:

Booking.com


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Was macht man in Kapit?

Kapit hat nicht wirklich viel zu bieten. Dafür ist man aber weit weg vom Tourismus und wir waren so ziemlich die einzigen Ausländer in Kapit. Das wiederum hatte schon so seinen Reiz. Zuerst waren wir in der „Famous Bakery“ und konnten Kaffee und leckeren Kuchen genießen.

Backpacking Borneo- Tag 04 famous bakery in Kapit

Backpacking Borneo- Tag 04 famous bakery in Kapit

Wir sind noch etwas durch Kapit geschlendert und haben den Kapit Night Street Market gefunden. Da gingen wir hin als es dunkel wurde. War nicht wirklich viel los, aber es war perfekt für ein leckeres Streetfood. Zum Absacker sind wir im D’zeus Cafe & Bistro gelandet, wo gerade ein Karaoke – Abend veranstaltet wurde. Hier waren wir als Europäer schon Exoten und so wurden wir auch sofort auf ein paar Biere eingeladen. Es wurde ein echt lustiger Abend und wir haben hier gute Kontakte für den nächsten Tag geknüpft. Mehr dazu im nächsten Bericht.

Die Lage des D’zeus ist fast direkt neben dem Hotel, praktisch, oder?

Alle Bilder Backpacking Borneo Tag 4

 Fazit Tag 4 Backpacking Borneo

Die Fahrt mit dem Expressboot war schon ziemlich interessant & spannend. Wir konnten viel Natur oder aber auch das „normale“ Leben sehen. Der Abend in der Karaoke-Bar in Kapit war richtig lustig und irgendwie wollten uns alle auf ein Bier einladen :-).

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Backpacking Borneo Tag 03 Orang Utans

Ziel am frühen Morgen waren die Orang Utans im Semenggoh Naturreservat

Am Tag 3 war frühes Aufstehen angesagt, da unsere Rundreise weiter ging zu den Orang Utans im Semenggoh Naturreservat. Kurz nach 7 waren wir fertig mit Frühstück, ausgecheckt und saßen schon im Auto. Normalerweise würde man 1:15 Stunde benötigen um von Sanubong bis nach Semenggoh zu fahren. Dieses Mal war es anders, wir standen in Kuching im Morgenstau. Es war ein einziges Stop-and-Go und so quälten wir uns durch die Stadt und dann am Flughafen vorbei. Hier war eine Mega-Baustelle und dieses Nadelöhr sorgte dafür, dass der Verkehr ziemlich zum erliegen kam. Aber egal, wir kamen kurz vor 9 Uhr am Reservat an und besorgten uns die Eintrittskarten. Dann weiter mit dem Auto in den Park zum Parkplatz und nach einem kurzen Fußmarsch waren wir auch schon an der Futterstelle der Orang Utans angekommen.

Es gibt jeden Tag im Park 2 Fütterungen, einmal morgens von 9:00 – 10:00 Uhr und einmal nachmittags von 15:00 – 16:00 Uhr. Und so standen wir dann an einer Art Tribüne, um die Orang Utans zu bewundern. Da war nix abgesperrt und es gab keine Zäune. Aber überall standen Ranger und haben aufgepasst, das nix passiert, also uns nix passiert und aber auch den Orang Utans nix passiert. Das war schon ein einmalige Erlebnis, wie die Affen sich über das Futter hermachten, oder einfach nur etwas abhingen. Die Zeit verging wie im Flug, die Orang Utans waren satt und haben sich dann so langsam wieder in den Regenwald getrollt.

Infos zum Naturreservat der Orang Utans Semenggoh

Webseite: https://semenggoh.my/

Hier gibt es viele Infos zum Reservat und zu jedem einzelnen Tier, also reinschauen lohnt sich!

Sightseeing in Kuching

[pullquote align=left] TIPP: Die Taxi App „Grab“ muss man einfach haben um günstig von A nach B zufahren. Grab ist das asiatische „Uber“! [/pullquote] Vom Naturreservat sind wir dann mit dem Auto zurück zum Flughafen gefahren, um unseren Mietwagen abzugeben. Das war innerhalb von wenigen Minuten erledigt, sodass wir dann mit Grab zu unserem Hotel „Harbour View Hotel“ (Details zum Hotel siehe hier bei Booking.com: Harbour View Hotel) gefahren sind. Der Verkehr hatte sich gelegt und so waren wir in weniger als 20 Minuten mitten in der Stadt in unserem Hotel. Die zentrale Lage war einfach ideal zu einer Sightseeing Tour in Kuching. Und überhaupt, das  Harbour View Hotel können wir wirklich sehr empfehlen und das Preis-Leistungsverhältnis passte.

Direkt nach dem Einchecken sind wir auch schon losgegangen um Kuching zu erkunden:

  • Wir schlenderten an der Waterfront entlang
  • Liefen über die Darul Hana Brücke
  • Schauten uns das alte Gerichtsgebäude in unmittelbarer Nähe der Brücke an
  • Hatten einen leckeren Snack im chinesischen Viertel in der Nähe des Tua Pek Kong Tempels (Infos zum Tempel: https://sarawaktourism.com/attraction/tua-pek-kong-temple-pre-1839/)
  • und waren natürlich auch beim Katzenbrunnen

 

So richtig wollte der Funke aber bei uns nicht rüberspringen, die Stadt war nett, aber irgendwie leider auch nicht mehr. Vielleicht war auch unsere Erwartungshaltung zu hoch, da Kuching von vielen als DIE Stadt beschrieben wird, die man UNBEDINGT besichtigen sollte und das für mindestens 3 Tage. Naja, wenn man ins Sarawak Museum möchte und vielleicht auch den Bako-Nationalpark mitnehmen möchte, dann kann das passen, aber bitte nicht  3 Tage NUR in Kuching.

Unser Highlight in Kuching haben wir aber dann doch noch gefunden, und zwar den Nacht Fisch Markt „Topspot Food Court“.

Der Food Court war nicht einfach zu finden, aber dort war ne Menge los. Wir konnten uns bei den vielen Fischständen gar nicht so recht entscheiden, haben aber dann doch super lecker gegessen.

Und hier ist der Markt zu finden, und wie du siehst, in unmittelbarer Nähe zu unserem Harbour View Hotel:

Unser Hotel: Harbour View Hotel  (Details zum Hotel siehe hier bei Booking.com: Harbour View Hotel)

Alternative Hotelangebote:


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Alle Bilder Backpacking Borneo Tag 3

Fazit Tag 3 Backpacking Borneo

Der 3. Tag unserer Borneorundreise hatte wieder mal 2 Highlights zu bieten: Zum einen natürlich die Orang Utans  und zum anderen der TopSpot Foodmarket. Die Stadt Kuching fanden wir etwas überbewertet und waren froh, dass wir in den ersten beiden Nächten im Nanga Damai Homestay (Details findest Du hier bei Booking.com: Nanga Damai Homestay) oder aber im Bericht Backpacking Borneo Tag 1 übernachtet haben.

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Backpacking Borneo Santubong Nasenaffen

Erster Dschungeltreck im Santubong Nationalpark

Nach einem reichhaltigen Frühstück in unserem Hoemstay Nanga Damai Homestay (Details zur Unterkunft findest Du hier bei Booking.com: Nanga Damai Homestay) waren wir perfekt gestärkt für eine erste Dschungelwanderung. Der Santubong Nationpark lag  nur ein paar Kilometer entfernt und so konnten wir schnell einchecken. Bevor wir losgehen durften, mussten wir uns noch in eine Liste eintragen mit Uhrzeit und Route, die wir gehen wollten. Nach Beendigung der Tour mussten wir uns wieder austragen. So überprüfen sie im Park, dass niemand verloren geht.

Backpacking Borneo Santubong Nationalpark Karte

Wir haben uns für den kleinen Rundgang entschieden, da wir zum späten Nachmittag zur Bootstour zu den Nasenaffen verabredet waren. Der kleine Rundgang sollte ca 1.5 Stunden dauern.

Tipp: Unbedingt genügend Wasser mitnehmen!  Und so ging es vom Park Büro den Berg hinauf durch den Dschungel bis zu einem Wasserfall. Wollte man gerade aus gehen, konnte man den 810 m hohen Berg Mount Santubong besteigen. Da sollte man aber genügend Zeit mitbringen, da der Aufstieg ca. 2.5 Stunden dauert. Auf unserer kleinen Runde gab es mitten im Dschungel einen kleinen Baumwipfelpfad mit Blick auf einen idyllischen Wasserfall. Cool :-). Was man nicht vergessen darf, wir waren im April dort und da waren ca. 35°C und gefühlte 99% Luftfeuchtigkeit. So wurde der kleine Rundgang über Stock und Stein, bergauf und bergab schon anstrengend. Aber es hat sich absolut gelohnt.

Infos zum Santubong Nationalpark:

Web: https://www.sarawakforestry.com/parks-and-reserves/santubong-national-park/

Bootstour mit Wetland Cruise zu den Nasenaffen

Unser Vermieter hatte einen Tipp für uns, um uns die Nasenaffen anzuschauen. Ein kurzer Anruf bei Wetland Cruise und schon waren wir für die Bootstour gebucht.  Wir wurden um 16:00 Uhr von einem Fahrer abgeholt, der sehr begeistert von unserem Wunsch war, nach Kapit und Belaga ins Landesinnere zu fahren. Mit seinen Erzählungen wurde unser Wunsch bestärkt: wir müssen nach Kapit!

Und dann ging es auch schon los zur Bootstour, auf der wir beide alleine mit dem Kapt’n und einem Guide waren. Wir fuhren an der Küste entlang und konnten letztendlich ein Krokodil bestaunen. Dann ging es weiter zu den Mangrovenwälder. Und hier waren sie dann, die Nasenaffen. Das war schon ziemlich cool zu sehen, wie sie in kleinen Gruppen von Baum zu Baum sprangen oder einfach da saßen und Blätter fraßen. Bevor es dann zum phänomenalen Sonnenuntergang ging, gab es noch ein Sundowner Dinner mit einem Kaltgetränk auf dem Boot. Und dann konnten wir den Sonnenuntergang genießen.

Alle Bilder Backpacking Borneo Tag 2

Fazit Tag 2 Backpacking Borneo

Borneo im April hieß bei uns, ca. 35°C und hohe Luftfeuchtigkeit. Das wiederum bedeutete gaaanz viel trinken. Wären wir nicht mit den Nasenaffen verabredet gewesen, wäre wir wohl auf den Mount Santubong gesteigen. Da haben wir gehört, dass sich ein Aufstieg auf alle Fälle lohnen sollte. So aber konnten wir beides sehr gut genießen, Dschungeltreck UND Bootstour. Für uns, wo wir nur 2 Übernachtungen im Nanga Damai Homestay bleiben wollten, war das so ein perfekter Tag.

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Backpacking Borneo Sawarak Cultural Village

Flug mit Condor nach Kuching

Wir hatten unseren Flug vom Flughafen Münster Osnabrück (FMO) nach Kuching in Malaysia / Borneo (über Frankfurt und Kuala Lumpur) 4 Monate vor Reisebeginn mit Condor gebucht. So weit – so gut. 24 Stunden vor Reisebeginn wollte ich online Einchecken und mir die Sitzplätze aussuchen. Das funktionierte leider nicht, eine Sitzplatzreservierung war nicht möglich. Es gab beim Online-Check-In auch keine vorgegeben Sitzplätze. Als Sitzplatz stand auf dem Flugticket nur „SBY“, was auch immer das heißen sollte.

Und so fuhren wir zum Flughafen FMO und checkten dort ein, allerdings nur für den Lufthansa Flug von Münster nach Frankfurt, alles andere sollten wir in Frankfurt am Condor Schalter erledigen. Komisch. In Frankfurt angekommen wechselten wir in den Transitbereich und erst als das Boarding gestartet war und die letzte Gruppe aufgerufen wurde bekamen auch wir unsere Flugtickets und es konnte endlich losgehen!

SBY = Standby. Was sind Standby Tickets? Siehe hier bei Travelbook: Was genau ist ein Stand-by-Flugticket? | TRAVELBOOK

Der Service an Bord von Condor war alles andere als umwerfend sondern eher schlecht. Als freies Entertainment gab es nur 4 deutsche Filme zur Auswahl: „Der fantastische Mr Fox“ aus 2009, „Im Herzen der See“ (2015), „Polarexpress (2004) und „Victor Frankenstein – Genie und Wahnsinn“ (2015). Dazu gab es jeweils eine Folge einer Sitcom Serie auf Deutsch und das war es dann. Kopfhörer sollten 10 EUR kosten und das Essen war sehr spärlich. Es gab keine alkoholischen Getränke, sondern nur gegen Aufpreis. Es wurden ebenfalls keine Erfrischungstücher gereicht, sondern es gab wenig Service. Alles war gezwungen nett, nicht mehr. Aber wir kamen letztendlich nach über 20 Stunden in Kuching an und das war ja die Hauptsache.

Vom Flughafen Kuching zu unserem Homestay in Santubong

Für die ersten Tage hatten wir uns schon vorher ein Auto gemietet, da unsere erste Unterkunft ca 40 km außerhalb von Kuching lag. Nach ca 20 Minuten war unser Auto startklar und wir fuhren zu unserer ersten Übernachtung: das Nanga Damai Homestay. (Details zu Preisen und Verfügbarkeit findest Du hier bei Booking.com: Nanga Damai Homestay).

Diese Unterkunft war für uns der optimale Einstieg in unsere Borneo-Rundreise: Schönes Zimmer, gute Aussicht, gutes Frühstück und sehr netter und hilfsbereiter Vermieter. Absolut top.

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Erste Aktivitäten in Santubong

Nachdem wir eingecheckt waren, sind wir zum Damai Beach gefahren (ca. 6 Kilometer vom Homestay entfernt). Hier konnte man für kleines Geld leckere Snacks essen, die dort am Strand frisch zubereitet wurden.

Danach besuchten wir das Sawarak Cultural Village (https://scv.com.my/).

Hierbei handelt es sich um ein lebendes Museum mit vielen verschiedenen Häusern von verschiedenen ethnischen Gruppen wie z.B. den Iban, Orang Ulu oder den Bidayuh. Zu den vielen Häusern gehört auch ein größeres Theater, wo regelmäßige kulturelle Veranstaltungen und Aufführungen durchgeführt werden. Hier gibt es jeden Tag um 11:30 Uhr und um 16:00 Uhr eine Vorführung von verschiedenen kulturellen Aufführungen mit Tanz, Gesang und Performance. Wir besuchten die Vorführung um 16:00 Uhr und das war ganz kurzweilig. Die Häuser, wie z.B. die Langhäuser waren zum Teil leider geschlossen. Und so hatten wir uns in relativ kurzer Zeit das ganze Museum einmal angeschaut. Das war ein guter Einstieg in unsere Borneo-Rundreise.

Unser erstes Abendessen nahmen wir dann in der Bar und Grillrestaurant „Escobar“ ein. Hier kann ich nur sagen : Macht das bloß nicht! Es war das schlechteste und teuerste Essen unserer gesamten Borneo Tour!

Zurück in unserem Homestay konnte unser Vermieter uns sehr gute Tipps geben, wie wir eine besondere Rundreise durch Borneo machen können, ohne auf den „normalen“ Touristenwegen unterwegs zu sein. Und so sollte die Tour dann von Kuching über Sibu, Kapit, Belaga, Miri, Nationalpark Mulu bis nach Kota Kinalabu verlaufen.

Backpacking Borneo unserer Routenvorschlag

Alles klar? Was soll ich sagen, er hatte Recht gehabt, es wurde eine unvergessliche Rundreise abseits der Touristenströme!

Alle Bilder Backpacking Borneo Tag 1

Fazit Tag 1 Backpacking Borneo

Am Anfang der Reise war zuerst ganz viel Zittern angesagt, bis wir endlich kurz vor Abflug unsere Flugtickets hatten. Hier können wir auf alle Fälle die eher schlechte Bewertung von Condor (siehe auch Flights4u.com ) bestätigen. Unser erster Vermieter im Nanga Damai Homestay (siehe Details zur Unterkunft hier bei Booking.com: Nanga Damai Homestay) war unserer wichtigster Mann der Borneo-Rundreise, da wir seinen Vorschlag zum Routenplan komplett umgesetzt haben.

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