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Bei der Suche nach anderen Schoolbus-Umbauten zum Wohnmobil bin ich irgendwann bei Felix Starck und seinem Bus gelandet. Felix Starck? Der Name dürfe manch einem bekannt vorkommen, so hatte er 2014 den Kinoerfolg „Pedal the world“ wo er seine Fahrrad-„Weltreise“ (18.000 km, 22 Länder, 365 Tage) als eine Art Dokumentarfilm vermarktete und sowohl rund 150.000 Kinobesucher bekam, aber leider auch viele Neider und Kritiker.

Sein neues Projekt führt ihn zusammen mit seiner Freundin Selima (Mogli) und ihrem gemeinsamen Hund Rudi mit einem umgebauten US-Schoolbus von Florida nach Alaska um dann bis runter nach Argentinien zu fahren. Nachdem sie ihren grossen gelben Schoolbus dann endlich in Empfang genommen hatten, war natürlich sehr viel zu tun.  Der komplette Innenausbau musste gemacht werden und dazu hatten sich die beiden professionelle Unterstützung eines Schreiners genommen. Leider hat das auf Dauer nicht funktioniert und so mussten die Beiden den Bus halt alleine fertig stellen. Wie das Video zeigt, haben sie es echt super hinbekommen.

In ihrem Video-Channel bei YouTube (siehe https://www.youtube.com/channel/UCGCRdExu0G0ZrKk5TzG5eDA) gibt eine sehr gute Anleitung zum Busumbau zu sehen. Auf insgesamt 8 Videos zeigt Felix, wie sie den Bus umgebaut haben in Einzelschritten. Die Schritte waren wie folgt:

  • Alle SItze und der Boden kamen raus
  • Die Bleche darunter wurde entrostet und versiegelt werden
  • Dann wurde der neue Boden verlegt.
  • Anschliessend wurden die Seitenverkleidungen verschraubt, die Isolierungen verklebt und die Verkabelung verlegt.
  • Dabei haben sie in der Busdecke noch ein Loch gefunden und abgedichtet.
  • Danach kam der Bettenbau. Parallel dazu wurden die Wände und die Decke gestrichen.
  • Das war dann HALBZEIT 🙂
  • Von außen wurden noch ein paar Stellen abgespachtelt und der ganze Bus neu gestrichen. In den USA dürfen ausrangierte Schulbusse nicht in gelb rumfahren, bei uns in Deutschland ist das anders.
  • Nachdem der Handwerker keine Lust mehr hatte, machten Felix und Mogli alleine weiter. Learning by doing!
  • Die Elektrik, Gas und Wasser mussten verlegt werden und die kompletten Möbel mussten noch gefertigt werden.
  • Das Bad wurde gefließt und WC und Küche komplettiert.
  • Nachdem dann alles soweit fertig war, konnte das innere dann schön wohnlich gemacht werden.

Ihr könnt alle Schritte auf Felix YouTube Channel nachsehen. Das solltet Ihr erst recht machen, wenn Ihr vorhaben sollte, ebenfalls so ein Fahrzeug zum Wohnmobil umzubauen.

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Fazit:

Ich finde das Fahrzeug einfach ziemlich cool. Gut, für Deutschlands Straßen ist der Bus mit 12 Metern definitiv zu lang, aber dafür gibt es den Schoolbus auch als Midi-Bus mit einer Länge von 8 – 9 Metern. Aufgrund der hohen Leistung des 7 Liter Dieselmotors ist das Gewicht kein Problem für die USA. In Deutschland würde ich da schon eher auf das Gewicht achten, alleine schon deshalb, weil eine Zulassung unter 7.49 to viele Vorteile hat. Ausserdem kostet jedes Kilo mehr an Gewicht auch mehr Sprit. In den USA kein Problem :-). Der Innenausbau wurde aus Palettenholz gemacht und alles sehr geschmackvoll eingerichtet. Selbst der Eames Chair von Vitra (hier den Eames Chair bei Amazon ansehen) durfte nicht fehlen. Alles ist super designt, würde ich so nehmen wollen.

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Dieses Video war für mich der Anfang meiner Überlegungen einen US Schulbus zu kaufen und diesen dann zum Wohnmobil umzubauen.

Die beiden Besitzer haben drei Monate gebraucht (und viele Liebe :-)), um aus dem 1993er Ford Schulbus mit Dieselmotor auf Basis eines Thomas Aufbaus ein cooles, voll ausgestattetes Wohnmobil zu bauen. Im Video zeigen sie stolz alle Details mit Holzboden, Dusche, Toilette, Schlafzimmer, Stauraum und mehr.

Kommt man in den Bus rein, sieht man sofort den schönen Holzboden. Die Wände sind mit Holz verkleidet und wie das ganze Innenleben in weiß lackiert. Im Moment stehen viele Accessoires im Bus und die Besitzerin meint, dass zum Verstauen aller Dinge nur ca. 40 Minuten gebraucht werden und schon ist der Bus abreisefertig.

Ihr Umbauprinzip ist ziemlich einfach: „Keep it simple“ so gibt es keine aufwändigen Einbauten für Licht, Wasser oder Gas.
Für die Küche wurden 2 kleine Holzwände eingebaut, damit sich der Kühlschrank nicht verselbständigen kann. Auch Herd und Spüle mit Warmwasserboiler wurden ohne großen Aufwand eingebaut.

Der Badbereich beinhaltet eine Toilette (mit Fenster!) und eine Dusche. Die Dusche wird auch als Abstellfläche genutzt.

Im hinteren Bereich befindet sich das Schlafzimmer. Unter dem Bett ist genügend Stauraum für alles Mögliche und die Notausgangstür kann ebenfalls geöffnet werden. So kommt man auch von außen an den Stauraum unter dem Bett.

Das Motto des US Schulbusses, welches auf die Stoßstange geschrieben ist, finde ich sehr passend:

„Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung“ – Leonardo da Vinci

Naja, angeblich ist es von ihm, aber man ist sich da wohl nicht ganz sicher…

Dann wurde ein Frischwasser und Schmutzwassertank im Heck eingebaut. Der Frischwasssertank befindet sich direkt unterhalb des Badezimmers, somit wird das Wasser  einfach nach oben in die Dusche gepumpt und das benutzte Duschwasser läuft direkt nach unten in den Abwassertank – wie gehabt, „keep it simple“. In der Nähe von der Fahrerkabine ist außen noch ein kleines Staufach für 2 große Autobatterien. Da der „normale“ Stromverbrauch eher gering ist, außer Toaster, Kaffeemaschine, Wasserpumpen und etwas Licht der LED-Leisten gibt es fast keine Stromberaucher im US Schulbus, reicht das auch für ein bißchen Zeit, um autark ohne Strom in der Wildnis auszukommen.

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