Unser Skoolie

In meinem heutigen Artikel möchte ich auf die Gewichtsfrage eingehen und zum möglichen Gesamtgewicht. Das ist nämlich die zweithäufigste Frage nach der Frage nach den Kosten. Die Kostenfrage habe ich ja in meinem Artikel „Jetzt reden wir über Geld“ detailliert beschrieben.

So, kommen wir nun zum Gesamtgewicht.

Der Skoolie ist vor der Verschiffung mit 6300 Kilo gewogen worden. Der Dieseltank war bei Ankunft im Hafen circa dreiviertel voll. Nun sind alle Sitze ausgebaut und der komplette Boden ist auch schon draußen. Somit gehe ich von circa 6 t Leergewicht aus.

Der Skoolie soll ein zulässiges Gesamtgewicht von 7,49 t bekommen. Gründe dafür gibt es viele:

  • Der Skoolie kann mit dem alten Führerschein Klasse 3 gefahren werden.
  • Dadurch besserer Wiederverkaufswert (eigentlich will ich ihn ja nicht verkaufen) und wertstabiler, da eine mögliche Käufergruppe größer ist.
  • Keine Notwendigkeit einen Fahrtenschreiber einzubauen (auch wenn bei Privatfahrten der Fahrtenschreiber nicht benötigt wird, so muss trotzdem einer eingebaut sein.
  • Keine Notwendigkeit, einen LKW Führerschein zu machen. Dieser muss bei einem Alter ab 50 auch alle 5 Jahre verlängert werden.
  • Je nachdem wo man fährt, höhere Mautgebühren bei einem Gesamtgewicht von über 7.5 to

Ich möchte somit ganz klar unter 7.49to Gesamtgewicht bleiben, die Vorteile liegen auf der Hand :-).

Der Nachteil ist, dass ich mich hier für den Möbelbau auf Leichtbauweise konzentrieren muss. Wenn die 7,49 t kein Problem wären, dann könnte man auch massiver und kostengünstiger bauen (z.B. mit Palettenholz, was eine schöne Vintage Optik bietet, siehe Video von Felix Starck, US Schoolbus umgebaut zum Wohnmobil – Projekt Expedition Happiness). Prinzipiell ist der Skoolie natürlich für ein höheres Gesamtgewicht ausgelegt, möglich wären auch rund 13 to.

Um beim zulässigen Gesamtgesicht für unseren Skoolie unter 7.49 to zu bleiben, bedeutet das, dass zum Umbau insgesamt nur ca 1100 kg benötigt werden sollte. Das ist schon sehr knapp bemessen.

Zur Berechnung des zulässigen Gesamtgewichtes wird nämlich folgendes berechnet:

  • das Leergewicht des Fahrzeuges, hier ca. 6.000 kg
  • Benzintank, Wassertank und Gastank (jeweils mindestens dreiviertel gefüllt)
  • die komplette Inneneinrichtung vom Fußboden bis zur Solaranlage inkl. der Batterien
  • Je nach Anzahl an zugelassenen Personen, das Gewicht; berechnet wird ca 75 oder 80 kg pro Person, wir werden eine 2-Personen Zulassung benötigen
  • Dann noch die Zuladung für persönliche Ausrüstung, wie zum Beispiel Fahrräder Küchenutensilien Lebensmittel, Bekleidung etc.
  • Und nicht zu vergessen, Campingstühle und Campingtisch, Ersatzteile, Werkzeug, Auffahrrampen, Kabeltrommel, etc…

Fazit:

Es wird sicherlich eine Herausforderung, das Gesamtgewicht unter 7.49 to zu halten. Entscheidend wird die Auswahl des Holzes für Fussboden und Möbelbau, aber auch alle An- und Einbauten müssen gewogen werden, damit beim Fahrbetrieb definitiv etwas Luft nach oben bleibt. Überladung kann nämlich ziemlich teuer werden (siehe hier eine kleine Auflistung bei unseren europäischen Nachbarn Zubehör und Gepäck im Wohnmobil oder auch schnell ein paar Punkte kosten.

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2 Kommentare
  1. Edda Klepp
    Edda Klepp sagte:

    Hi Wolfgang!
    Die erste Frage, die mir beim Lesen des oberen Teils kam, hast du in der Liste unten bereits beantwortet. Mir war bislang nicht klar, inwiefern die Personen und die „bewegliche“ Innenausstattung gewichtet werden.
    Achtest du denn bei der Wahl der Materialien beim Ausbau angesichts dieser Berechnungen hauptsächlich aufs Gewicht? Oder sind dir auch andere Aspekte wichtig, beispielsweise die Nachhaltigkeit (abbaubare Rohstoffe etc.) ?
    Dein Projekt verfolge ich mit Interesse auch weiterhin. 🙂
    LG, Edda

    Antworten
    • Wolfgang
      Wolfgang sagte:

      Hallo Edda,
      beim Ausbau ist mir am allerwichtigsten das Gewicht. Ich möchte unbedingt unter 7.49to zulässigem Gesamtgewicht bleiben.
      Bei allen anderen Fragen wird es eher eine von-Fall-zu-Fall Entscheidung werden, was am wichtigsten ist, ob Design, Preis oder Ökologie.
      Sobald die TüV-Frage geklärt ist (und das wird bald der Fall sein) werde ich hier weiter berichten.
      Viele Grüße
      Wolfgang

      Antworten

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