Ich bin jetzt schon öfter gefragt worden, was der Import des Schulbusses insgesamt gekostet hat. Also gut, dann zeige ich Dir hier, welche Kosten Du alle berücksichtigen musst.

Also zuerst fallen natürlich die Kosten für den Bus an. Die sind unterschiedlich und kommen ganz darauf an, wo Du den Bus kaufst (wo man einen US Schulbus kaufen kann, habe ich ja hier detailliert beschrieben: Wie und wo kann man sich einen US Schulbus kaufen. Unser Bus kostete 7200 US Dollar (ca 6700 EUR).

Die Kaufabwicklung (und alles andere in der USA) hatte die Firma P.A. Sunshine Export Inc.(siehe Erfahrungsbericht P.A. Sunshine Export Inc.) für mich erledigt.

Nachdem die Kaufentscheidung gefallen war, kamen die Kosten für die Fahrzeugbesichtigung, Kaufabwicklung und Transport von Miami nach Jacksonville (Verschickungshafen für Fahrzeuge in USA) durch Herrn Oesterheld hinzu. Dann mussten die notariell beglaubigter Zoll und Seefrachtdokumente für den Import erstellt werden, sowie die Gebühr für die Verzollung in der USA bezahlt werden. Die Seefracht von Jacksonville nach Bremerhaven war ein dicker Posten sowie die Seefrachtversicherung. Somit kamen insgesamt rund 5500 Dollar (ca, 5100 EUR) hinzu. [pullquote]Eine Seefrachtversicherung deckt das Risiko ab, dass bei einer Havarie der Frachteigentümer anteilig für Bergungskosten und Schadensersatz aufkommen muss – also unbedingt zu empfehlen![/pullquote]

Damit war der Bus inspiziert, gekauft, nach Jacksonville transportiert und nach Deutschland verschifft.

In Bremerhaven ging es ja leider mit Bezahlen weiter :-(. Das kam für mich nicht überraschend und war mir von Anfang an bekannt. Der Entladehafen in Bremerhaven wollte auch sein Geld bekommen, in unserem Fall 550 EUR. Dabei hatte wir noch Glück, dass die Klimaanlagen in unserem Bus kein Tetrafluorethan (R134a) enthielten, sonst wären hier noch ca 180 EUR für die Entsorgung angefallen (ich weiß jetzt nicht, ob pro Klimaanlage, unser Skoolie hat nämlich zwei :-)).

Jetzt fehlt zur Berechnung der Gesamtkosten noch Zoll und Mehrwertsteuer. Die Berechnungsgrundlage für den Gesamtpreis ist der Preis für den Bus PLUS die Kosten für die Überführung. Und das beinhaltet die Kosten ab Verkäufer, also inklusive Inlandstransport, bei uns ca. 12.700 Dollar ( rund 11800 EUR). Auf diese Gesamtkosten fallen 19 % Mehrwertsteuer und 16% Zollgebühren an (bei einem Import eines Motorrades aus der USA würden 6% Zoll anfallen, bei einem PKW 10%, bei einem Bus mit mehr als 10 Sitzen 16% Zoll und bei einem LKW oder Pickup fallen 22 % Zoll für den Import an, Stand von heute). Da konnten wir noch froh sein, dass der Skoolie nicht als LKW angesehen wurde :-). Somit kamen noch ca. 4700 EUR  hinzu.

[highlight]Somit lag der der Gesamtpreis inklusive aller Kosten vom Import bis Bremerhaven dann bei rund 16500 EUR.[/highlight]

Ich habe hier noch einen Link zu einem Online Importrechner, wo Du Dir die Kosten auch selbst berechnen kannst: Online Importberechner.

Somit denke ich, mit diesem Beitrag hoffentlich alle Fragen soweit geklärt zu haben. Wenn doch noch Fragen zu den Kosten beim Import unseres Skoolies offen bleiben sollten, dann bitte einfach weiter unten einen Kommentaren hinterlassen.

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9 Kommentare
  1. Nik
    Nik sagte:

    Hey Wolfgang,

    Vielen Dank für die ganzen Informationen! Echt ein cooles Projekt! Ich möchte in Zukunft auch nen Skoolie haben, weißt du wie die Busse hier rüber transportiert werden? Weil ich möchte einen kürzeren haben und hoffe dadurch bei den Transportkosten zu sparen, vor passt der sogar in einen Schiffscontainer dann. Hast du da Vorstellungen? Danke schon mal im voraus.
    MfG
    Nik

    Antworten
  2. Anika
    Anika sagte:

    Ein echt interessantes Projekt und wenn ich das mit dem Kosten für unseren T3 vergleiche, gar nicht mal soooo teuer 😀
    Natürlich ein Haufen Geld und ihr steckt ja mit Sicherheit noch einiges in den Ausbau, nehme ich an.

    Antworten
  3. Sascha
    Sascha sagte:

    Tolles Projekt!

    AAAABBBBBEERRRR meinen Wohnort falsch zu schreiben ist nicht schön 😉

    Bremerha“v“en und nicht ha“f“en

    „Warum man „Bremerhaven“ mit einem „v“ und nicht „Bremerhafen“ schreibt.
    Es handelt sich dabei um die alte niederdeutsche Schreibweise, die auch bei der Gründung von Wilhelmshaven und Cuxhaven verwendet wurde. Es sind nur die deutschen Nordseehäfen, die mit „v“ geschrieben werden, alle anderen Häfen in Deutschland mit „f“.

    Nichts für ungut 🙂 Lesen und schaue mir jetzt weiter deine tollen Berichte an 😉

    Antworten

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